Die häufigste Frage vor dem ersten PMU-Termin. Die ehrliche Antwort: es ist spürbar, aber kein Vergleich zu dem, was die meisten sich vorstellen. Mit guter Vorbereitung, Betäubungscreme und einer ruhigen Hand ist es für die meisten Kundinnen deutlich entspannter als erwartet.

Wie sich PMU tatsächlich anfühlt

Kurz bevor wir beginnen, tragen wir topische Betäubungscreme auf und lassen sie 20 bis 30 Minuten einwirken. Die Creme blockiert die Schmerzrezeptoren in der Epidermis, sodass die Nadel kaum noch als Stich wahrgenommen wird. Was bleibt, ist meist ein leichtes Kratzen oder ein dumpfes Druckgefühl, ähnlich wie wenn jemand mit dem Fingernagel über die Haut fährt.

Die meisten Kundinnen beschreiben ihren ersten PMU-Termin hinterher als "gar nicht so schlimm" oder "überraschend entspannt". Viele dösen sogar ein. Das liegt nicht daran, dass wir übertreiben, sondern daran, dass die Kombination aus Betäubungscreme und ruhiger Atmosphäre den psychologischen Anteil des Schmerzempfindens deutlich reduziert. Angst und Anspannung verstärken Schmerz. Entspannung dämpft ihn.

Was das nicht bedeutet: Es gibt keine Behandlung ohne jegliches Empfinden. Gegen Ende eines längeren Termins, wenn die Betäubungscreme nachlässt, kann die Empfindlichkeit leicht zunehmen. Wir machen dann eine kurze Pause, tragen nach und arbeiten weiter. Du gibst das Tempo an.

Augenbrauen, Lippen und Lidstrich im Vergleich

Nicht jede Körperstelle ist gleich empfindlich. Das hat nichts mit individueller Schmerztoleranz zu tun, sondern mit der Nervendichte in den verschiedenen Bereichen.

PMU Schmerzvergleich nach Körperstelle: Augenbrauen, Lippen, Lidstrich

Was du tun kannst, damit der Termin so angenehm wie möglich wird

Die Vorbereitung hat einen direkten Einfluss darauf, wie empfindlich du am Behandlungstag bist. Ein paar einfache Maßnahmen machen einen echten Unterschied.

Warum PMU weniger wehtut als ein normales Tattoo

Diese Frage stellen viele Kundinnen, die bereits Tattoos haben und wissen, wie sich das anfühlt. Der Unterschied liegt in zwei Faktoren.

Erstens: die Tiefe. Ein Körpertattoo arbeitet in der tiefen Dermis, wo sich dichter Nervengeflecht befindet. PMU-Nadeln dringen nur in die obere Dermis ein, wo die Nervenendigungen weniger dicht sind. Die Betäubungscreme greift genau in diesem Bereich an und blockiert dort die Wahrnehmung effektiv.

Zweitens: die Technik. PMU-Geräte arbeiten mit sehr hohen Frequenzen und feineren Nadeln als Tätowiermaschinen. Das macht die Einbringung schonender. Viele tätowierte Kundinnen sind nach ihrer ersten PMU-Behandlung überrascht, wie viel angenehmer es war.

Ist Permanent Make-up so schmerzhaft wie ein Tattoo?
Nein, deutlich weniger. PMU arbeitet flacher in der Haut, mit feinerer Nadel und immer mit Betäubungscreme. Kundinnen, die beides kennen, beschreiben PMU durchgehend als spürbar angenehmer.
Kann ich Betäubungscreme selbst kaufen und mitbringen?
Das ist nicht nötig. Wir verwenden für jede Körperstelle die passende professionelle Betäubungscreme und passen die Einwirkzeit an. Eigene Produkte können mit unserem Protokoll interferieren oder eine falsche Wirkstoffkonzentration haben.
Was ist, wenn es mir zu viel wird?
Dann sagst du Bescheid und wir machen eine Pause. Sofort. Kein Druck, kein "nur noch schnell fertig". Wenn nötig, tragen wir Betäubungscreme nach und warten. Die Behandlung wird in deinem Tempo durchgeführt.
Tut es hinterher auch noch weh?
Direkt nach der Behandlung ist der Bereich leicht gereizt und kann für 1 bis 2 Stunden leicht brennen oder pochen, ähnlich wie nach einem leichten Sonnenbrand. Am nächsten Tag ist das in der Regel komplett weg. Keine anhaltenden Schmerzen.